Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in NRW im letzten Jahr zwar um 3,3 Prozent gesunken. Sie liegt mit 27.530 Fällen aber immer noch auf einem hohen Niveau, ist größer als 2019. Einbruchschutz bleibt also ein wichtiges Thema für die Sicherheit daheim. Zum Tag des Einbruchschutzes am kommenden Sonntag (25. Oktober 2026) gibt Haus & Grund Rheinland Ruhr Tipps dazu.
Düsseldorf. Einbrecher haben laut polizeilicher Kriminalstatistik in nordrhein-westfälischen Wohnungen im letzten Jahr Schäden in Höhe von 125,9 Millionen Euro verursacht. „Das sind im Schnitt mehr als 4.500 Euro Schaden pro Einbruch“, rechnet Walter Eilert vor. Der Präsident von Haus & Grund Rheinland Ruhr stellt fest: „Es lohnt sich also, in Maßnahmen zum Einbruchschutz zu investieren. Die Statistik der Polizei belegt: Mit 45,7 Prozent ist letztes Jahr fast jeder zweite Einbruch im Versuchsstadium gescheitert.“ Schon kleinere, preiswerte Maßnahmen können wirkungsvoll sein: „Wenn sie nicht schnell ins Haus gelangen, geben Einbrecher lieber auf, bevor sie noch entdeckt werden“, sagt Eilert.
Sein Landesverband unterstützt den Tag des Einbruchschutzes, der jedes Jahr am letzten Sonntag im Oktober die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren möchte. Der Tag fällt bewusst mit der Umstellung auf die Winterzeit zusammen, denn im Winterhalbjahr bietet der Schutz der Dunkelheit Einbrechern zusätzliche gute Gelegenheiten. Angesichts dessen ist es empfehlenswert, durch Bewegungsmelder für eine gute Beleuchtung des Grundstücks zu sorgen und bei Abwesenheit Zeitschaltuhren für die Innenbeleuchtung einzusetzen. Programmierbare Rollladensteuerungen ergänzen den Schutz bei Anbruch der Dunkelheit.
„Einbrecher sind nicht selten aber auch tagsüber unterwegs, um Gelegenheiten zu nutzen, die sich bieten, wenn man mal kurz weg ist“, berichtet Erik Uwe Amaya, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland Ruhr. „Ratsam ist deshalb auch ein guter mechanischer Einbruchschutz.“ Dafür gibt es unterschiedliche Lösungen: aufbohrsichere Türschlösser, Panzerriegel für Wohnungstüren, einbruchhemmende Rollläden oder Fenster mit Pilzkopfbeschlägen, die man nicht aufhebeln kann. Amayas Tipp: „Eigentümer können sich von den technischen Fachberatern der örtlichen Polizei kostenlos beraten lassen. Die Beamten können neutral und ohne Verkaufsinteresse informieren, welche Schutzvorrichtungen für die konkrete Immobilie sinnvoll sind.“
Worauf sollte man achten, wenn man Einbruchschutz nachrüstet?
Eigentümer sollten beim Nachrüsten von Einbruchschutz darauf achten, geprüfte und zertifizierte Sicherungstechnik zu kaufen und den Einbau spezialisierten Fachbetrieben anzuvertrauen. Die Kontaktdaten zur polizeilichen Beratung sowie Listen mit Fachunternehmen bietet die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes auf der Website www.k-einbruch.de an. Dort gibt es auch Informationen über staatliche Fördermöglichkeiten für Einbruchschutz.
Für die Mietwohnung wichtig zu wissen: Mieter haben einen Rechtsanspruch auf bauliche Veränderungen zum Einbruchschutz. Sie müssen die Umsetzung aber mit dem Vermieter besprechen. „Der Vermieter kann selbst investieren und eine Modernisierungsmieterhöhung verlangen“, erklärt Walter Eilert. „Alternativ können Mieter und Vermieter aber auch eine Modernisierungsvereinbarung schließen, wonach der Vermieter die Maßnahmen machen lässt und der Mieter als Profiteur die Kosten trägt.“ Darin lässt sich außerdem regeln, was beim Auszug passiert: Rückbau oder Übernahme? Auch Wohnungseigentümer haben einen Anspruch auf Einbruchschutzmaßnahmen in ihrer Wohnanlage. Rechtliche Beratung zur Umsetzung bekommen Eigentümer und Vermieter beim örtlichen Verein von Haus & Grund.
Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Ruhr verfasst.
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